»Ich revoltiere, also sind wir«
Herausgegeben und mit einer Einleitung versehen von Brigitte Sändig
Nach dem Mauerfall: Diskussion um Albert Camus’ »Der Mensch in der Revolte«
1991 fand in Berlin eine Tagung statt, in der Camus’ politisches Hauptwerk „Der Mensch in der Revolte“ auf seine Kritik an den Grundlagen des autoritären Sozialismus befragt wurde. Die Beiträge befaßten sich u.a. mit den Themen: Camus und der russische Terrorismus, Camus über Hegel, Marx und Lenin, Camus und Nietzsche, Literaturverständnis bei Camus und Sartre, Camus – Sozialist.
Die meisten Teilnehmenden hatten zu DDR-Zeiten politische politische Verweigerungshaltungen. Einer der Dozenten schrieb über die Tagung „...niemals ist mir ein – im übrigen zahlreiches – Publikum so aufmerksam und gespannt erschienen. Die Sätze Camus’ fanden hier wieder Fleisch und Blut, und die Themen von Revolte und Solidarität sowie die Kritik der Perversion von Revolte und Revolution ihre tiefe Bedeutung. ...“ Gemeinschaftlichkeit und Solidarität waren für sie noch lebendig. Sie verstanden sich daher als Revoltierende im Sinne Camus’.
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