Rahel Levin Varnhagen (1771 - 1833)
Salonière, Aufklärerin, Selbstdenkerin, romantische Individualistin, Jüdin Rahel Varnhagen war eine der bedeutendsten Denkerinnen in Deutschland während der Aufklärung. Als Jüdin und Frau hatte sie enorme Schierigkeiten. Ihr Werk besteht vor allem aus Briefen und Tagebüchern – seltene Veröffentlichungen waren nur anonym möglich – gehört zum reichsten Schatz der deutschen Literatur. Das Buch ist eine eindrucksvolle Lebensbeschreibung.
Rahel Levin, als Jüdin doppelt von der Gesellschaft Ausgeschlossene, existierte lange Zeit nicht für die germanistische Philologie. Ihr Frau- und Jüdinsein erschwerte lange Zeit hindurch eine angemessene Würdigung ihrer Lebensleistung, die zudem quer lag zum gängigen normativen Literaturkanon (der z. B. Briefe als bloßes "weibliches", d. h. minderes Schreiben, abtat). Die "Frankfurter Rundschau" nannte ihr Werk, - das 1983 erstmals wieder in einer Neuausgabe zugänglich war - "den vielleicht reichsten Schatz der deutschen Literatur, weitgehend ungehoben und nur zu Teilen überhaupt erst veröffentlicht."
„Ich bin so einzig, wie die größte Erscheinung dieser Erde. Der größte Künstler, Philosoph, oder Dichter ist nicht über mir. Wie sind vom selben Element. Im selben Rang, und gehören zusammen. Und der den andern ausschließen wollte, schließt nur sich aus. Mir aber war das Leben angewiesen; und ich blieb im Keim, bis zu meinem Jahrhundert und bin von außen ganz verschüttet, drum sag' ich's selbst.“
156 Seiten Erscheinungsjahr 2007
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Salonière, Aufklärerin, Selbstdenkerin, romantische Individualistin, Jüdin
Rahel Varnhagen war eine der bedeutendsten Denkerinnen in Deutschland während der Aufklärung. Als Jüdin und Frau hatte sie enorme Schierigkeiten. Ihr Werk besteht vor allem aus Briefen und Tagebüchern – seltene Veröffentlichungen waren nur anonym möglich – gehört zum reichsten Schatz der deutschen Literatur. Das Buch ist eine eindrucksvolle Lebensbeschreibung.
